olim Lambach …

Im Mai des Jahres 1717 reisten die Brüder Bernhard und Hieronymus Pez von ihrem Heimatkloster Melk zu Bibliotheksforschungen nach Bayern. In der Dissertatio  isagogica, die dem 1721 in Augsburg veröffentlichten ersten Band ihres Thesaurus Anecdotorum novissimus vorangestellt ist, findet sich ein knapper Reisebericht[1]. Die erste Tagesreise, die sie dank der einzigartigen Großzügigkeit ihres Abtes vehiculari cursu zurücklegen konnten, führte sie bis nach Lambach in Oberösterreich. Zwar verweilten die Brüder nur kurz im 1056 von Bischof Adalbero von Würzburg gegründeten Benediktinerkloster, doch besuchten sie natürlich die gerade durch Abt Maximilian Pagl, einen ungemein eifrigen Förderer der Pez’schen Studien,  erweiterte Bibliothek. Aus ihr, die als optimis omnium generum libris ditatam beschrieben wird, werden im Reisebericht vor allem  die Überlieferungen der Consuetudines Fruttuarienses, des Dialogus trium quaestionum des Otloh von St. Emmeram und der Historia calamitatum Salisburgensis ecclesie sowie ein vetus Chronicon Lambacense hervorgehoben[2].

Wer die Lambacher Bibliothek heute besucht, wird noch immer in freundlichster und hilfsbereitester Weise aufgenommen und findet eine stattliche, wertvolle und vor allem interessante Sammlung von mittelalterlichen Handschriften vor – doch die wirtschaftliche Notsituation der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hat (wie auch in anderen österreichischen Klöstern) eine leider deutliche Reduktion des Handschriften- und Inkunabelbestandes bewirkt. Alle von den Gebrüdern Pez in Lambach benützten Handschriften befinden sich heute in anderen Bibliotheken oder sind überhaupt verschollen; dasselbe trifft auf eine große Zahl anderer Lambacher Codices zu. Schon der um die Erforschung der Lambacher Bibliotheksgeschichte besonders verdiente Kurt Holter hat sich bemüht, für möglichst viele ehemals Lambacher Handschriften die aktuellen Bibliotheksorte festzustellen[3]. Aufbauend auf diesen Angaben nennt Herbert Paulhart in seiner Edition der mittelalterlichen Lambacher Bücherverzeichnisse einige  Aufbewahrungsorte[4], und ebenso finden sich in jüngeren Arbeiten zu Lambacher Handschriften und Schreibern einschlägige Angaben[5]. Trotzdem ist es wohl nützlich, wieder einmal einen zusammenfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand zu geben – nicht zuletzt, weil einige Handschriften inzwischen neuerlich den Eigentümer gewechselt haben; auch ist es gelungen, für einige bisher verschollene Codices die aktuellen Aufbewahrungsorte ausfindig zu machen. Die folgende Liste, die sich zunächst auf die Pergamenthandschriften (CmlCodex membranaceus lambacensis) beschränkt,  ist aber leider noch immer nicht vollständig. Es wird daher ausdrücklich gebeten, Korrekturen und Ergänzungen mitzuteilen – entweder in einem Kommentar zu diesem Blogeintrag oder durch Abfassung eines eigenen Beitrages zu Iter Austriacum!

Zur Vorgangsweise: Genannt werden alle Pergamenthandschriften, die sich heute nicht mehr in Lambach befinden. Für diese Handschriften wird, soferne keine ausführlicheren Informationen vorliegen, auf die Beschreibungen im handschriftlich im Stiftsarchiv Lambach vorliegenden Katalog von Felix Resch (gest. 1789) und auch, falls die betreffende Handschrift dort erwähnt ist, auf das Verzeichnis von Augustin Rabensteiner (gest. 1920) verwiesen, die über Manuscripta.at in digitalisierter Form zugänglich sind. Nach Möglichkeit wird der aktuelle Aufbewahrungsort angegeben; falls ein Digitalisat online verfügbar ist, wird darauf hingewiesen – wenn es mir bekannt geworden ist (für Hinweise und Ergänzungen bin ich sehr dankbar!). Nicht beabsichtigt ist eine Bibliographie zu den Handschriften, ebenso kann gegenwärtig auch nicht in jedem Fall die genaue Besitzgeschichte seit dem Verkauf durch Lambach angegeben werden. Vorläufig ebenfalls nicht berücksichtigt sind die zahlreichen Makulaturblätter aus Lambacher Handschriften, die sehr oft von den Trägerbänden getrennt in den Handel gekommen sind – ein größeres Konvolut solcher Fragmente ist etwa über die Sammlung des Schweizer Priesters Franz Josef Zinniker (gest. 1989 in Luzern) an die Beinecke Rare Book and Manuscript Library (Yale University) gekommen und dort mit Fragmenten anderer Herkunft in den Sammelbänden Beinecke MS 481 und Beinecke MS 482 vereinigt[6].

Alle mit Link zitierten Websites wurden am 24.4.2016 besucht.

Update 8.8.2016: nach einem Hinweis von Dr. Alois Haidinger (Email 29.6.2016), für den ich ihm herzlich danke, konnten die aktuellen Aufbewahrungsorte von Cml XII und XXX ergänzt werden.

Lambach, Cml LXXIII, f. 25r

Lambach, Cml LXXIII, f. 25r

Cml I
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml II
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml III
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml VI
Die Handschrift (Beschreibung bei Resch und bei Rabensteiner) ist vorhanden bis auf fol. 1  – dieses befindet sich heute in Washington DC, National Gallery of Art, Rosenwald Collection 1950.16.290 (Abbildung).

Cml VII
Die Handschrift (Beschreibung bei Resch und bei Rabensteiner) befindet sich heute in Cologny bei Genf, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 161. Ein vollständiges Digitalisat ist über e-codices zugänglich, dort ist auch die Katalogbeschreibung von Elisabeth Pellegrin (Manuscrits latins de la Bodmeriana [Cologny-Genève 1982] 370-378) verfügbar.

Cml VIII
In Lambach vorhanden sind nur noch der Einband und der Mittelteil (zwei Quaternionen entsprechend 16 Blättern) dieser Handschrift (Beschreibung bei Resch und bei Rabensteiner, in dessen Verzeichnis der Codex bereits als unvollständig beschrieben ist).

Cml IX
fehlt, Verbleib unbekannt. Enthält Augustinus, Enarrationes in Psalmos 101-117 und gehört zu Cml XVII, XVIII, LXV und LXIV (Beschreibung bei Resch).

Cml X
Nach Rhaban Haacke, Nachlese zur Überlieferung der Schriften Ruperts von Deutz, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 26 (1970) 528-540, hier 528 befindet sich die Handschrift (Beschreibung bei Resch und bei Rabensteiner) als Ms 318 im Besitz der Société des Bollandistes in Brüssel. Im Guide en ligne des manuscrits médiévaux Wallonie-Bruxelles ist allerdings für diese Bibliothek ein Ms 318 nicht genannt.
Update 1.12.2016: die Handschrift befindet sich nach wie vor in der Bibliothek der Bollandisten. Thomas Falmagne danke ich für die Verifizierung dieser Angabe.

Cml XI
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch.

Cml XII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch und bei Rabensteiner.
Update 8.8.2016: die Handschrift befindet sich in Solesmes, Bibliothèque de l’abbaye de Saint-Pierre Ms. 347. Ein vollständiges Digitalisat ist in der Bibliothèque Virtuelle des Manuscrits Médiévaux zugänglich. Alois Haidinger, dem ich für den Hinweis (29.6.2016) danke, datiert die Handschrift auf das letzte Viertel des 12. Jh. und verweist auf den sehr ähnlichen Buchschmuck in einem in Lambach entstandenen Missale der Stiftsbibliothek Melk, Cod. 709.

Cml XIII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3595 (Katalogbeschreibung)

Cml XVII
jetzt Leutkirch, Waldburg-Zeilisches Gesamtarchiv, Zms 5.
Enthält die Enarrationes in Psalmos 1-50 des Augustinus und gehört zu Cml XVIII, IX, LXV und LXIV. Beschreibung bei Resch und Rabensteiner.

Cml XVIII
Der zweite Band von Augustinus Enarrationes in Psalmos, enthaltend den Kommentar zu den Ps 51-100, zusammengehörig mit Cml XVII, IX, LXV und LXIV (Beschreibung bei Resch und Rabensteiner). Die Handschrift befand sich in der Sammlung des britischen Buchhändlers William Foyle, die im Juli 2000 bei Christie’s in London versteigert wurde – der Codex erzielte £ 245.750. Er befand sich zuletzt (gemeinsam mit Cml LX) in einer Schweizer Privatsammlung, ist aber 2015 neuerlich zum Verkauf angeboten worden[7].

Cml XX
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3596 (Katalogbeschreibung)

Cml XXI
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 1116.

Cml XXII
Die Handschrift (Beschreibung in Resch und Rabensteiner) befindet sich jetzt in Stratton on the Fosse (Somerset, Großbritannien), Downside Abbey. Auf der Website der Abteibibliothek ist ein Detail aus der Handschrift als Ausschmückung verwendet. Eine knappe Beschreibung ist im Ergänzungsband zu Neil R. Ker’s Medieval Manuscripts in British Libraries veröffentlicht[8].

Cml XXIII
Die Handschrift (Beschreibung in Resch und Rabensteiner) befindet sich jetzt mit der Signatur Cod. Vat. lat. 14008 in der Vatikanischen Bibliothek.

Cml XXIV
jetzt Oxford, Bodleian Library, Lyell MS 55[9]

Cml XXV
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3597 (Katalogbeschreibung)

Cml XXVI
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3598 (Katalogbeschreibung)

Cml XXVIII
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 1115

Cml XXIX
jetzt Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek Cod. theol. et phil. 2o 351 [10]

Cml XXX
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch und bei Rabensteiner.
Update 8.8.2016: die Handschrift befindet sich in Solesmes, Bibliothèque de l’abbaye de Saint-Pierre Ms. 346. Ein vollständiges Digitalisat ist in der Bibliothèque Virtuelle des Manuscrits Médiévaux zugänglich. Alois Haidinger, dem ich für den Hinweis (29.6.2016) danke, datiert die Handschrift auf das letzte Viertel des 12. Jh. und verweist auf den sehr ähnlichen Buchschmuck in einem in Lambach entstandenen Missale der Stiftsbibliothek Melk, Cod. 709.

Cml XXXIII
jetzt Leeds, University Library, Brotherton Collection MS 22. Eine knappe Beschreibung mit einigen Abbildungen gibt es hier. Etwas ausführlicher hat Neil R. Ker die Handschrift beschrieben[11].

Cml XLIII
jetzt Oxford, Bodleian Library, Lyell MS 56[12].

Cml LI
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 1113

Cml LII
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 1114

Cml LIII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LVI
die Handschrift (ganz knapp beschrieben bei Resch) befindet sich jetzt in München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 28857 [13]

Cml LIX
jetzt München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 28873 [14]

Cml LX
Die Handschrift (beschrieben bei Resch) befand sich bis 2010 als Ms 21 in der Schøyen Collection (London / Oslo), gehört nun zur selben Schweizer Privatsammlung wie Cm XVIII und ist 2015 neuerlich zum Verkauf angeboten worden[15].

Cml LXI
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LXII
Die Handschrift (Beschreibung bei Resch) befand sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Sammlung Ludwig in Aachen[16] und danach im Getty Museum in Malibu, ist aber inzwischen wieder in den Handel gelangt und derzeit unbekannten Verbleibs.

Cml LXIII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LXIV
Der fünfte und letzte Band von Augustinus Enarrationes in Psalmos, enthaltend den Kommentar zu den Ps 134-150, zusammengehörig mit Cml XVII, XVIII, IX, und LXV (Beschreibung bei Resch). Der Codex befindet sich heute in New Haven, Yale University, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Beinecke Ms 699 und ist vollständig digitalisiert.

Cml LXV
Der vierte Band von Augustinus Enarrationes in Psalmos, enthaltend den Kommentar zu den Ps 118-133, zusammengehörig mit Cml XVII, XVIII, IX und LXIV. Der Codex befindet sich heute in Frankfurt am Main, Stadt- und Universitätsbibliothek, Ms. Lat. qu. 64 und ist vollständig digitalisiert[17].

Cml LXVI
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LXVII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3599 (Katalogbeschreibung)

Cml LXIX
vermutlich jetzt Eugene (Oregon, USA), University of Oregon Library, Burgess Collection Ms 25

Cml LXX
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LXXI
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LXXIV
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3600 (Katalogbeschreibung)

Cml LXXV
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3601 (Katalogbeschreibung)

Cml LXXVI
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml LXXVII
jetzt Chicago, Newberry Library MS 6 [18].

Cml LXXVIII
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 1117

Cml LXXIX
Die Handschrift wurde 1997 von der Österreichischen Nationalbibliothek bei Sotheby’s aus der Sammlung Beck[19] erworben und trägt jetzt die Signatur Cod. Ser. nov. 39678.

Cml LXXXVI
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3602 (Katalogbeschreibung)

Cml LXXXVII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3603 (Katalogbeschreibung)

Cml LXXXIX
jetzt Budapest, Országos Széchényi Könyvtár Cod. 446 [20]

Cml XCIII
jetzt Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms theol. lat. qu. 140 [21]

Cml XCIV
jetzt Baltimore, Walters Art Gallery Ms W.29 (Bilder des Einbandes)

Cml XCV
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 1112

Cml XCVI
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3604 (Katalogbeschreibung)

Cml XCVII
Die Handschrift (Beschreibung bei Resch) befand sich bis zum 2. Weltkrieg in der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin (Ms lat. qu. 922). Sie befindet sich heute in der Biblioteka Jagiellońska in Krakau[22].

Cml XCVIII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml XCIX
Die Handschrift wurde 1951 gegen den Cod. 135 der Stiftsbibliothek Kremsmünster (jetzt Cml LXXIIIa) eingetauscht; sie trägt in Kremsmünster die Signatur Cod. 99a [23].

Cml C
Die Handschrift (Beschreibung bei Resch) war bis zum 2. Weltkrieg im Besitz der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin (Ms lat. qu. 915). Sie befindet sich heute in der Biblioteka Jagiellońska in Krakau[24].

Cml CII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3605 (Katalogbeschreibung)

Cml CIV
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CV
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3606 (Katalogbeschreibung)

Cml CVI
jetzt Göttweig, Stiftsbibliothek Cod. 53b (rot) (vollständig digitalisiert)

Cml CVII
jetzt Berkeley, University of California, School of Law, Robbins Collection Ms 102

Cml CVIII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3607 (Katalogbeschreibung)

Cml CIX
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3608 (Katalogbeschreibung; die Handschrift ist digitalisiert)

Cml CXI
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3609 (Katalogbeschreibung)

Cml CXII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CXIII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3610 (Katalogbeschreibung)

Cml CXIV
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CXV
jetzt Oxford, Bodleian Library, Broxbourne Ms 83.6 [25]

Cml CXVII
jetzt Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek Cod. brev. 166 [26]

Cml CXVIII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3611 (Katalogbeschreibung)

Cml CXIX
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 4837 (Katalogbeschreibung)

Cml CXXII
jetzt vermutlich Columbia, University of Missouri, Ellis Library, Special Collections, RARE RES PA6624.A4 1150. Knappe Beschreibung mit einigen Bildern hier.

Cml CXXIII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CXXVII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 4635 (Katalogbeschreibung)

Cml CXXVIII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CXXXIII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3612 (Katalogbeschreibung)

Cml CXXXV
jetzt Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek Cod. theol. et phil. 4o 648 (vollständig digitalisiert) [27]

Cml CXXXVIII
jetzt München, Bayerische Staatsbibliothek Clm 28547 [28]

Cml CXLI
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 4637 (Katalogbeschreibung)

Cml CXLIII
jetzt Princeton (New Jersey, USA), University Library Ms 51 [29]

Cml CXLIV
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CXLV
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CXLVII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 4636 (Katalogbeschreibung)

Cml CXLVIII
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch
Ergänzung 3.5.2016: Die Handschrift befindet sich heute in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin, Ms lat. qu. 906 [29a]

Cml CXLIX
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CLII
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 14000.

Cml CLV
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nov. 3613 (Katalogbeschreibung)

Cml CLX
jetzt Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek Cod. theol. et phil. 4o 649 [30]

Cml CLXIV
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CLXV
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CLXX
fehlt, Verbleib unbekannt. Beschreibung bei Resch

Cml CLXXXIX
jetzt Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. ser. nov. 4693 (Katalogbeschreibung)

Lambacher Bücherverzeichnis, um 1210 (Cml XIX, f. 227v)

Lambacher Bücherverzeichnis, um 1210 (Cml XIX, f. 227v)

 

[1] Zu den Beziehungen der Gebrüder Pez zum Stift Lambach vgl. Thomas Stockinger, Das Stift Lambach und die Forschungsvorhaben der Brüder Bernhard und Hieronymus Pez OSB, in: Stift Lambach in der Frühen Neuzeit. Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss. Tagungsband zum Symposion im November 2009. Hrsg. v. Klaus Landa, Christoph Stöttinger und Jakob Wührer (Linz 2012) 267-302 . Zur Tätigkeit der Gebrüder Pez ist außerdem immer das auf der Website des Vereins zur Erforschung Monastischer Gelehrsamkeit in der frühen Neuzeit bereitgestellte Material zu vergleichen.

[2] Thesaurus Anecdotorum Novissimus, Seu Veterum Monumentorum, praecipue Ecclesiasticorum, ex Germanicis potissimum Bibliothecis adornata Collectio recentissima. Bd. I/1 (Augsburg 1721), p. III (online hier).

[3] Kurt Holter, Zwei Lambacher Bibliotheksverzeichnisse des 13. Jahrhunderts, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 64 (1956) 262-276; ders., Lambach, Stift. Sammlungsbestände: Die Handschriften und Inkunabeln, in: Die Kunstdenkmäler des Gerichtsbezirkes Lambach. Bearbeitet von Erwin Hainisch (Österreichische Kunsttopographie 34, Wien 1959) 213-267; sowie mehrere Beiträge, die im 2. Band von Kurt Holter, Buchkunst – Handschriften – Bibliotheken. Beiträge zur mitteleuropäischen Buchkultur vom Frühmittelalter bis zur Renaissance. Hrsg. von Georg Heilingsetzer und Winfried Stelzer (Schriftenreihe des Oberösterreichischen Musealvereins – Gesellschaft für Landeskunde 15-16, Linz 1996) nachgedruckt worden sind: Beiträge zur Geschichte der Stiftsbibliothek Lambach, 576-609 [zuerst in: Jahrbuch des Musealvereines Wels 15 (1969) 96-123]; Neue Beiträge zur Geschichte der Stiftsbibliothek von Lambach im hohen Mittelalter, 1037-1054 [zuerst in: Kunstgeschichtsforschung und Denkmalpflege. Festschrift für Norbert Wibiral (Schriftenreihe des Oberösterreichischen Musealvereines 13, Linz 1986) 85-98]; Das mittelalterliche Buchwesen des Benediktinerstiftes Lambach, 1103-1145 [zuerst in: 900 Jahre Klosterkirche Lambach. Katalog der Oberösterreichischen Landesausstellung 1989 im Benediktinerstift Lambach. Historischer Teil (Linz 1989) 53-64, 198-226]; Initialen aus einer Lambacher Handschrift des 12. Jahrhunderts (Ms. 5 des Fürstlich Waldburgschen Gesamtarchivs in Schloß Zeil in Leutkirch), 1191-1206 [zuerst in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 46/47 (1994) 255-265, 433-436].

[4] Mittelalterliche Bibliothekskataloge Österreichs Bd. 5: Oberösterreich. Bearbeitet von Herbert Paulhart (Wien / Köln / Graz 1971) 49-58.

[5] Robert G. Babcock, Reconstructing a Medieval Library. Fragments from Lambach (New Haven 1993); Lisa Fagin Davis, The Gottschalk Antiphonary. Music and Liturgy in Twelfth-Century Lambach (Cambridge Studies in Palaeography and Codicology 8, Cambridge 2000).

[6] Ausführliche Beschreibungen der in den Sammelbänden befindlichen Fragmente finden sich hier: MS 481.1-50, MS 481.51-100, MS 481.101-144, MS 482, sowie das auf anderem Weg erworbene Fragment MS 484.2. Qualitätvolle Digitalisate können über die Beinecke Digital Collection unter der jeweiligen Signatur aufgefunden werden. Vgl. auch die oben Anm. 5 genannten Arbeiten von Babcock und Davis, wo versucht wird, zusammengehörige Fragmente zusammenzuführen.

[7] Laura Light – Christopher de Hamel, The Idda Collection. Romanesque Biblical Manuscripts c. 1000 to 1240 (Les Enluminures, Catalogue 19, Paris 2015) 174-187 Nr. 9.

[8] Neil R. Ker, Medieval Manuscripts in British Libraries. Vol. 5: Indexes and Addenda, ed. I. C. Cunningham and A. G. Watson (Oxford 2002) 10 Nr. 152.

[9] Catalogue of the Collection of Medieval Manuscripts Bequeathed to the Bodleian Library Oxford by James P. R. Lyell, compiled by Albinia de la Mare (Oxford 1971) 163-168.

[10] Helmut Boese, Neuerworbene Handschriften österreichischer Provenienz in Stuttgart, in: Codices manuscripti 3 (1977) 120-125, hier 121 Nr. 1.

[11] Neil R. Ker, Medieval Manuscripts in British Libraries. Vol. 3: Lampeter-Oxford (Oxford 1983) 57f.
Ergänzung 9.4.2017: Ausführlich beschäftigt sich mit dieser Handschrift nun Martin Schaller, Nachlese zu einem verschollen geglaubten Codex: Brotherton Collection (Leeds) MS 22 (olim: Lambach, Cml XXXIII; olim: Reichenbach/Regen), in: Codices manuscripti & impressi Heft 106 (Dezember 2016, erschienen 2017) 11-18 — leider ohne diesen Blogbeitrag zu zitieren.

[12] Catalogue of the Collection of Medieval Manuscripts Bequeathed to the Bodleian Library Oxford by James P. R. Lyell, compiled by Albinia de la Mare (Oxford 1971) 168-174.

[13] Nach Holter, Beiträge (wie Anm. 3) 580 und 589.

[14] Elisabeth Klemm, Die illuminierten Handschriften des 13. Jahrhunderts deutscher Herkunft in der Bayerischen Staatsbibliothek (Wiesbaden 1998) 120f. Nr. 104.

[15] Laura Light – Christopher de Hamel, The Idda Collection. Romanesque Biblical Manuscripts c. 1000 to 1240 (Les Enluminures, Catalogue 19, Paris 2015) 188-205 Nr. 10.

[16] Die Handschriften der Sammlung Ludwig. Beschr. v. Anton von Euw und Joachim Plotzek. Bd. 1 (Köln 1979) 53-57.

[17] Die mittelalterlichen Handschriften der Gruppe Manuscripta Latina. Beschrieben von Karin Bredehorn und Gerhardt Powitz (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 4: Die Handschriften der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 3, Frankfurt am Main 1979) 59-61.

[18] Paul Saenger, A catalogue of the pre-1500 western manuscript books at the Newberry Library (Chicago/London 1989) 14-17.

[19] Sotheby’s, The Beck Collection of Illuminated Manuscripts. London 16 June 1997, lot 6.

[20] Emma Bartoniek, Codices latini medii aevi (Budapest 1940) 400f.

[21] Valentin Rose, Verzeichniss der Lateinischen Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin, Zweiter Band: Die Handschriften der Kurfürstlichen Bibliothek und der Kurfürstlichen Lande, Zweite Abteilung (Die Handschriften-Verzeichnisse der Königlichen Bibliothek zu Berlin 13, Berlin 1903) 842-845; Andreas Fingernagel, Die illuminierten lateinischen Handschriften deutscher Provenienz der Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Berlin (8.-12. Jahrhundert) (Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz. Kataloge der Handschriftenabteilung, Reihe 3 Illuminierte Handschriften Bd. 1/1-2, Wiesbaden 1991) 28-31.

[22] Der Codex ist nicht erwähnt in Wolfgang Milde, Lateinische Handschriften der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek Berlin in der Biblioteka Jagiellonska Krakau, in: Codices manuscripti 12 (1986) 85-89, und – da nicht in den von Valentin Rose erstellten Katalogen beschrieben – auch nicht in Walter Berschin, Die in Valentin Roses Katalog beschriebenen Berliner Handschriften und ihr Verbleib, in: Mittellateinisches Jahrbuch 22 (1987) 334-348. Die Mitteilung, daß er den 2. Weltkrieg überstanden hat, verdanke ich Anne-Beate Riecke, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin (Email 3.5.2016).

[23] Katalog der Handschriften des Benediktinerstiftes Kremsmünster, Teil 1: Von den Anfängen bis in die Zeit des Abtes Friedrich von Aich (ca. 800-1325). Beschr. v. Hauke Fill (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Denkschriften 166 = Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters II,3,1, Wien 1984) 131-135.

[24] Vgl. die in Anm. 22 genannten Veröffentlichungen. Eine detailliertere Inhaltsangabe findet sich in Ernst Muellenbach, Comoediae elegiacae I (Bonn 1885) 38-49. Die Mitteilung, daß der Codex den 2. Weltkrieg überstanden hat, verdanke ich Anne-Beate Riecke, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin (Email 3.5.2016).

[25] Bereits in Holter, Beiträge (wie oben Anm. 3) 98 (Ndr. 580) erwähnt, allerdings mit der überholten Signatur Broxbourne Ms 820.

[26] Boese, Neuerworbene Handschriften (wie Anm. 10) 121 Nr. 2; Ernst Virgil Fiala – Wolfgang Irtenkauf, Codices breviarii (Cod. brev. 1-167) (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, R. 1, Bd. 3, Wiesbaden 1977) 199f.

[27] Boese, Neuerworbene Handschriften (wie Anm. 10) 121 Nr. 3.

[28] Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München: Clm 28461-28615. Beschr. v. Dieter Kudorfer (Wiesbaden 1991) 141-145.

[29] Don C. Skemer, Medieval & Renaissance Manuscripts in the Princeton University Library (Princeton 2013) Bd. 2, 240-243.

[29a] Diese Information verdanke ich der freundlichen Mitteilung von Anne-Beate Riecke, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz (Email 3.5.2016).

[30] Boese, Neuerworbene Handschriften (wie Anm. 10) 121f. Nr. 4.

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Ein Kommentar zu olim Lambach …

  1. Tönnies, Bernhard sagt:

    Sehr geehrter Herr Egger,

    eine kleine Korrektur sei mir zu Nr. LXV gestattet. Der Name der Frankfurter Bibliothek lautet seit 2005: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bernhard Tönnies

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